Sonntag, 20. September 2015

No-Knead Bread

Seit ungefähr 3 Wochen backe ich fast jeden Tag frisches Brot ohne großen Aufwand. Mit der Technik aus "Artisan Bread in 5 Minutes a Day" hat man immer Teig auf Vorrat im Kühlschrank und kann diesen jederzeit vielseitig einsetzen. Ich hab außer Brot auch schon Naan-Brot, Burger Buns und Pizza gebacken.

Es gibt ein Grundrezept sowie mehrere Abwandlungen mit verschiedenen Mehlsorten, z.B. Roggen oder Vollkorn.

Es ist schön zu wissen, was im Brot drin ist. Nämlich nur 4 simple Zutaten: Mehl, Hefe, Salz und Wasser. Meine Lieblingsversion ist mit Dinkel und Dinkelvollkornmehl.


Zutaten für 3-4 Laibe:
ca. 700ml lauwarmes Wasser
2 Tüten Trockenhefe (1,5 EL)
1,5 EL grobes (!) Salz (ca. 14g)
900g Mehl (405, 550, 630... funktioniert alles) oder 150g Vollkorn/Roggenmehl und 750g "weißes" Mehl
Optional: Dinkel-/Haferflocken, Leinsamen, Sonnenblumenkerne...

Ihr braucht eine große, verschließbare Schüssel. Mehl, Hefe und Salz darin vermischen. Dann das Wasser dazu geben und mit einem Teigschaber verrühren. Der Teig ist sehr feucht und wird nicht geknetet.

2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen, dann in den Kühlschrank stellen. Theoretisch lässt er sich jetzt auch schon weiter verwenden, aber gut gekühlt ist er leichter zu handhaben. Wenn man weiß, dass man erst am nächsten Tag bäckt, kann man den Teig auch gleich in den Kühlschrank stellen. Man kann den Teig bis zu 2 Wochen im Kühlschrank lagern. Er wird sogar mit der Zeit besser, weil er dann einen sauerteigartigen Geschmack bekommt.

Am Backtag den Teig mit Mehl bestreuen (und dabei die Hände einmehlen) und die gewünschte Teigmenge abreisen. Für einen Pfundlaib braucht man ca. ein grapefruitgroßes Stück. Den Rest Teig wieder in den Kühlschrank stellen.

Jetzt kommt der sogenannte "Glutenmantel". Das Stück Teig großzügig bemehlen und rasch formen, in dem man im Kreis herum den Teig von oben nach unten zieht. Wie das geht, sieht man in diesem Video.  Gegebenfalls noch mehr Mehl darüberstreuen. Dadurch entsteht eine glatte Oberfläche und der Laib behält seine Form ohne das er auseinander läuft (was sonst bei nassen Teigen oft passiert). Den Laib auf ein Backpapier oder eine bemehlte Pizzaschaufel legen (je nachdem wie das Brot gebacken wird).

Der Teig muss jetzt ca. 40 Minuten ruhen, damit er Zimmertemperatur annimmt. Er muss nicht unbedingt abgedeckt werden, aber ich leg immer ein Geschirrtuch drüber.

Nach 20 Minuten den Backofen auf 220° vorheizen, entweder mit einem Backstein oder einem schweren, gusseisernen Topf. Ich nehm immer meine Cocotte von Staub.

Brot bemehlen und einritzen. Nach dem Vorheizen das Brot samt Backpapier in den Topf legen und mit Deckel ca. 40 Minuten backen. Danach den Deckel entfernen und je nach gewünschter Bräunung  noch mal ca. 5 backen. Auf dem Backstein (oder einem Blech) braucht das Brot ca. 30 Minuten. Bei dieser Technik sollte man noch eine Form mit Wasser in dem Ofen stellen oder ab und zu mit der Sprühflasche in den Ofen spritzen und den Laib zügig von der Pizzaschaufel auf den Backstein verfrachten.

Vor dem Anschneiden das Brot vollständig auskühlen lassen, wenn es geht ;)


Montag, 20. Oktober 2014

Apple Pie

Was für ein traumhaftes Herbstwochenende! Passend dazu gab's diesen Apple Pie, mit buttrig-blättrigrem Teig.



Zutaten für einen Pie
200 g Butter, kalt
55 g Butterschmalz, kalt
375 g Mehl
2,5 TL Zucker
1,5 TL Salz

1 Eigelb, mit kaltem Wasser aufgefüllt auf 180 ml

6 Äpfel
3 EL Mehl
2 EL Vanillezucker
2 EL Zimt-Zucker

1 Ei + 1 TL Wasser

Die kalte Butter und den Butterschmalz in kleine Würfel schneiden und ins Gefrierfach stellen. Mehl, Zucker und Salz vermischen. Das kalte Fett rasch unterarbeiten, am besten mit einem Teigmischer, ansonsten mit den Fingerspitzen, bis das ganze krümlig aussieht. Dann das kalte Wasser-Ei-Gemisch unterrühren.

Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und Teig darauf geben. Möglichst rasch zu einer Scheibe formen. Das Fett darf nicht zu warm werden, es werden also noch kleine Fettstückchen sichtbar sein. Dadurch wird der Teig später schön blättrig. Teig in Klarsichtfolie wickeln und etwa 2 Stunden in den Kühlschrank legen.

Ofen auf 205° vorheizen. Äpfel achteln, entkernen und in feine Scheiben schneiden. Mit Zucker und Mehl vermischen. Den Teig quer halbieren und auf die gewünschte Größe ausrollen. In die ungefettete Form geben. Äpfel darauf geben. Als Deckel z.B. ein Gitter weben und die Enden zusammendrücken.

Ei und Wasser verrühren und den Kuchen damit einpinseln. 15 Minuten backen, dann Temperatur auf 185° senken. Nochmals ca. 20 Minuten backen, bis der Pie goldbraun ist. Wenn er zu dunkel wird, abdecken.

Dienstag, 8. Juli 2014

Blueberry Swirl Cheesecake

Ich glaub das wird mein neues Lieblings-Cheesecake-Rezept!. Der Kuchen ist extrem cremig und frisch. Und die Blaubeer-Sauce gibt nen geschmacklichen Kick und ist optisch der Knaller :)


Zutaten für eine 23-26 cm Springform:

Keksboden:
135 g zerstoßene Vollkorn-Butterkekse
6 EL geschmolzene Butter
75 g Rohrzucker

Blaubeer-Sauce:
150 g Blaubeeren
1 EL Rohrzucker
1 EL Stärke
1/2 EL frischer Zitronensaft

Füllung:
700 g Frischkäse
300 g griechischer Joghurt
3 Eier Größe L
225 g Zucker
1 Vanilleschote

Für die Blaubeer-Sauce alle Zutaten in einem kleinen Topf verrühren, zum kochen bringen und pürieren. Köcheln bis die Sauce eindickt. Zur Seite stellen.

Für den Keksboden die Kekse zum Beispiel im Mörser verreiben. Mit Zucker und geschmolzener Butter vermischen. In die gefettete Springform drücken und kalt stellen.

Ofen auf 175° vorheizen, große Auflaufform fürs Wasserbad in den Ofen stellen.

Für die Füllung den Frischkäse mit dem Zucker cremig rühren. Dann Vanille und Joghurt unterrühren. Die Eier einzeln einrühren, nur so lange bis sie untergemischt sind. Auf keinen Fall zu viel schlagen, sonst kriegt der Cheesecake Risse!

Die Springform in Alufolie einschlagen und gut abdichten. Füllung auf den Keksboden geben und glatt streichen. Blaubeer-Sauce löffelweise auf den Kuchen geben und mit einem Messer marmorieren.

Die Springform in eine große Auflaufform stellen und die Auflaufform mit kochendem Wasser füllen.

50-60 Minuten backen. Die Mitte des Kuchen sollte noch leicht wackeln. Ofen ein Stück öffnen und Kuchen darin 30-60 Minuten stehen lassen. Auf Zimmertemperatur bringen und dann kalt stellen, am besten über Nacht. Mindestens eine halbe Stunde vorm Servieren wieder aus dem Kühlschrank nehmen. Ggf. mit übriger Blaubeer-Sauce servieren.

Sonntag, 18. Mai 2014

Münchner Schnitzel

Jetzt wohn ich schon seit fast 5 Jahren in München. Unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht.

Das Münchner Schnitzel ist definitiv eins der Gerichte, das ich hier lieben gelernt hab und nicht mehr missen möchte. Typisch Bayrisch wird es mit Senf und Meerrettich "gewürzt", beziehungsweise bestrichen und dann paniert!


Zutaten für 2 Portionen:
2 Schweineschnitzel
5 EL Mehl
2 Eier
2 EL Sahne
200 g Semmelbrösel (hab hier die Hälfte durch Panko ersetzt)
2 EL mittelscharfer Senf
2 EL Sahnemeerrettich
Salz, Pfeffer, Butterschmalz

Die Schnitzel gegebenenfalls platt klopfen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Senf und Meerretich verrühren und auf eine Seite der Schnitzel pinseln. 

Eier mit Sahne in einem Teller verquirlen. Zwei weitere Teller mit Mehl und den Semmelbrösel vorbereiten. 

Die Schnitzel erst in Mehl wenden, dann durch das Sahne-Ei-Gemisch ziehen und schließlich in die Semmelbrösel drücken. Die Panade leicht andrücken, Überschüssiges abschütteln.

Butterschmalz erhitzen und die Schnitzel darin ausbraten. Sie sollten schwimmen. Immer wieder an der Pfanne rütteln, dadurch wird die Panade schön wellig. Vorm Servieren auf Küchenpapier entfetten.

Saarländische Mehlknödel

Saarländische Mehlknödel sind mein absolutes Lieblingsessen! Früher war es ein Arme-Leute-Essen, doch für mich gibts nichts besseres.

Der Teig ähnelt Spätzle-Teig, wird dann aber nocken-artig ins köchelnde Wasser gegeben. Dazu gibts ne Speck-Sahnesauce und Salat. Ich könnt mich rein legen ;)


Zutaten für 3-4 Portionen:
400 g Spätzlemehl
4 Eier
ca 200g  Milch
1 EL Fleur de Sel

125g Schinkenspeck, in Würfel oder Streifen
340g Kondensmilch
Optional: Schnittlauch

Salz, Pfeffer
im Saarland üblicherweise noch Maggi ;)

Für den Teig das Mehl und die Eier mit einem Kochlöffel oder Teigschaber  verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Soviel Milch hinzu geben, bis ein Teig entsteht der sich zäh vom Löffel löst. Saarländer geben noch einen Spritzer Maggi an den Teig.

Einen großen Topf Wasser aufsetzen, Salz hinzu geben und aufkochen. Die Knödel mit Hilfe von 2 Löffeln wie Nocken ins Wasser geben. Bei mittlerer Temperatur etwa 25 Minuten ziehen lassen.

Ungefähr 5 Minuten bevor die Mehlknödel fertig sind, den Speck knusprig auslassen. Mit Kondensmilch ablöschen. Von der Hitze nehmen und würzen. 

Die Mehlknödel mit einem Schaumlöffel in eine Schüssel geben und die Specksauce darüber geben. Mit Schnittlauch bestreuen. Auch hier greift der Saarländer gerne nochmals zur Maggi-Flasche, zum Nachwürzen!

Montag, 21. April 2014

Hefezopf

Noch vor nem Jahr hat ich tierische Angst vor Hefeteig, aber wenn man ihn gut behandelt (keine Zugluft!) macht er schon mit und wird so ein riesiges Monstrum wie dieser prächtige Hefezopf ;)


Zutaten:
650 g Mehl
35 g Zucker
3/4 TL Salz
1 Pck. Trockenhefe

125 g Kartoffelpüree
60 g weiche Butter
1 großes Ei
125 ml Milch, Zimmertemperatur
125 ml Buttermilch, Zimmertemperatur

1 Eigelb
1 EL Milch
Hagelzucker

Kartoffelpüree ohne Salz zubereiten, die Butter hinzufügen und dann etwas auskühlen lassen. Ei, Milch und Buttermilch dazugeben. Die Hefe dazugeben und gut vermischen.

Alle trockenen Zutaten in einer großen Rührschüssel vermischen. Die flüssigen Zutaten dazu geben und alles gut verkneten. Mindestens 5 Minuten bis er glatt und elastisch ist.

Den Teig in einer gebutterte Schüssel geben, zudecken und ca. 45 gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und in vier gleichgroße Stücke teilen. Nach dieser Videoanleitung zum Zopf flechten. Nochmals etwa eine halbe Stunde gehen lassen. Den Backofen auf 180° vorheizen.

Das Eigelb und die Milch verrühren und den Zopf damit gut einpinseln. Mit Hagelzucker bestreuen. Etwa 25-30 backen, bis der Zopf goldbraun ist.


Sonntag, 2. März 2014

Backofen-Spareribs

Ich hab Grill-Entzug! Aber der Sommer scheint ja bald da zu sein, wenn es so weiter geht mit dem bekloppten Wetter.

Trotzdem gabs gestern Spareribs ausm Backofen, die auch echt zart sind und vom Knochen fallen!


Zutaten:
Spareribs
Barbecue-Sauce, z.B. diese Selbstgemachte oder diese Gekaufte
Gewürz-Rub (sorry, ohne genaue Mengenangaben): 
Salz, Pfeffer, brauner Zucker, Chili, Paprika, Kreuzkümmel, Knoblauch
Bratschlauch

Als erstes, ganz wichtig (!), das Rippenfell auf der Unterseite der Spareribs mit einem scharfen Messer entfernen. Die Ribs rund herum mit der Gewürzmischung einreiben. In den Bratschlauch geben und bei 120° Umluft ca. 1,5 Stunden garen.

Aus dem Bratschlauch nehmen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und mit Barbecue-Sauce einpinseln. Bei 120° weitergaren, bis die Barbecue-Sauce eine Art Kruste bildet. Ribs wenden, gleiches Verfahren nochmal. Nochmals wenden, nochmals Barbecue-Sauce drauf pinseln, dann den Grill hinzuschalten und karamelisieren. Aufpassen, das geht recht schnell...

Die Methode mit dem Vorgaren im Bratschlauch nutze ich auch immer Sommer manchmal und packe sie dann danach auf den Grill!



Sonntag, 23. Februar 2014

Chocoloate Chip Cookies

Es gibt so viele tolle Chocolate Chip Cookie - Rezepte! Da wird jeder fündig, egal ob man sie knusprig, "chewy" oder irgendwo dazwischen haben will. Dieses Rezept ist für extra dicke und wunderbar weiche Cookies - so als Abwechslung ;)


Zutaten für 36 Cookies:
2 1/4 Cups Mehl
1 TL Natron
1/2 TL Salz
1 Cup weiche Butter
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
3/4 Cup brauner Zucker
1/4 Cup Zucker
2 TL Vanille-Extrakt
2 Eier
2 Cups Chocolate Chips


Ofen auf 180° vorheizen. Butter, beide Zuckersorten und Puddingpulver in einer Schüssel cremig rühern. Vanillle-Extrakt und Eier unterrühren. In einer weiteren Schüssel Mehl, Natron und Salz msichen. Unter langsamen Rühren zum restlichen Teig geben. Zum Schluss die Schokolade kurz unterheben. Nicht mehr zu doll rühren!

Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, 3x4 pro Blech, circa 1 EL Teig pro Cookie. 9 Minuten backen. Sie sollen nur am Rand leicht knusprig sein und in der Mitte noch sehr weich. Keine Sorgen, die backen noch nach. Das Backpapier vom Blech ziehen und nach 5 Minuten auf ein Kuchengitter verfrachten und dort vollständig auskühlen lassen.

Spaghetti mit Hackbällchen

Diese Hackbällchen in schön eingekochter Tomatensauße schmecken nicht nur mit Spaghetti, sondern auch á la Subway als Sandwich, mit diesem Brot und etwas Käse überbacken!




Zutaten für 4 Portionen:
750 g Rinderhack (mager)
1 Ei ( Größe L)
4 EL Semmelbrösel
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
1 EL Tomatenmark
1 EL Senf
2 EL italienische Kräuter
3 EL Parmesan
Salz, Pfeffer, Paprika

2 Dosen gehackte Tomaten
1 Flasche passierte Tomaten
3 rote Zwiebeln
1 große Möhre
2 Knoblauchzehen
1 EL Tomatenmark
1 EL Paprikamark
400 ml Rinderfond
frischer Basilikum, Salz, Pfeffer

500 g  Spaghetti
Parmesan

Für die Hackbällchen die Knoblauchzehe und die Schalotte fein würfeln. Mit Ei, Semmelbröseln, Tomatenmark, Senf und Gewürzen verrühren. Kurz quellen lassen, dann mit dem Hack verkneten. Bällchen, ca. in Golfballgröße formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Im Ofen bei 180° ca. 30 min backen.

Für die Sauce Möhre, Zwiebeln und Knoblauch würfeln. In etwas Olivenöl kräftig anbraten. Mit Fond ablöschen und stark einreduzieren. Mit Tomaten aufgießen. Würzen, Hackbällchen dazu geben und mindestens eine Stunde einkochen. Abschmecken.

Spaghetti nach Packungsanweisung kochen, mit Hackbällchen, Sauce und Parmesan servieren.

Linsen | Spätzle | Saitenwürstle

Das schwäbische Nationalgericht schlechthin! Keine weiteren Worte nötig ;)



Zutaten für 4 Portionen:
250 g Linsen
1 Bund Suppengrün
1 Zwiebel
1 EL Butter
1 Lorbeerblatt
je 1 TL Majoran, Bohnenkraut
und Thymian
¾ l Brühe
Salz
Pfeffer
2 EL Essig (Balsamico, Rotweinessig)


Linsen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Suppengrün putzen und zerkleinern. Zwiebel schälen, in feine Würfel schneiden.

Butter in einem Topf erhitzen. Zwiebel darin anbraten. Die Linsen abgießen, mit dem Suppengrün, Lorbeerblatt, Kräutern und Brühe in den Topf geben . Linsen in 50-60 Min. garen. Danach mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Dazu passen Saitenwürstchen und Spätzle

Wenn' schnell gehen soll, find ich die Linsen mit Suppengrün aus der Dose auch keine schlechte Alternative ;)

Sonntag, 9. Februar 2014

"Brauner" Guglhupf

Es ist Sonntag und ohne Backen ists einfach kein richtiger Sonntag. Heute: Eigentlich ein ganz einfacher Rührkuchen, aber durch braune Butter und braunen Zucker wird dieser Guglhupf etwas ganz Besonderes!
Und in meiner neuen Backform sieht er auch noch traumhaft gut aus, oder?

Die Form ist übrigens sehr zu empfehlen. Der Kuchen löst sich super, bekommt eine ganz tolle Kruste und bäckt sehr gleichmäßig.



Zutaten:
300 g braune Butter, abgekühlt
300 g braunen Rohr-Rohzucker (z.B. diesen hier)
5 Eier Größe L oder 6 Eier Größe M
125 ml Milch
2 TL Vanilleextrakt (oder 2 EL Vanillezucker)
300 g Mehl
1 Pck. Backpulver

Die braune Butter wie hier beschrieben herstellen (mit 2 Päckchen Butter).

Form fetten. Ofen auf 175° vorheizen.

Die abgekühlte Butter mit dem Zucker cremig schlagen. Die Eier einzeln nach und nach unterrühren. Mehl und Backpulver mischen. Milch und Vanilleextrakt mischen. Beides zum restlichen Teig geben und auf niedrigster Stufe verrühren.

In die Form geben und etwa eine Stunde backen. Stäbchenprobe machen! In der Form etwa ne viertel Stunde abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen.

 





Samstag, 16. November 2013

Donut Gugl

Habe in letzter Zeit oft über "Muffins that taste like Donuts" gelesen, die in Zimtzucker gewälzt werden und eine Marmeladenfüllung haben. Im Prinzip wie unsre Berliner. Aber gebacken sind sie natürlich viiieeel gesünder als frittiert ;)

Hab mir überlegt, dass sie als kleine Gugl bestimmt süß aussehn und in das Loch in der Mitte kann man prima die Marmelade einfüllen! Ich benutze übrigens diese Förmchen dafür und kann sie nur empfehlen. Sie entsprechen Muffingröße.



Zutaten für 12 Gugl:
230 g Mehl
2 TL Backpulver
1/4 TL Natron
1/4 TL Salz
1/4 TL Muskat
175 g Zucker
1 Ei
200 ml Buttermilch
70 ml Rapsöl
1 TL Vanille-Extrakt

80 g Butter
4 EL Zucker
1 TL Zimt
Lieblings-Marmelade (ca. 12 TL)

Ofen auf 180° vorheizen. Mehl, Backpulver, Natron, Salz, Muskat und Zucker in eine Schüssel geben und vermischen. Ei, Buttermilch, Öl und Vanille-Extrakt mit dem Schneebesen verrühren. Die flüssigen Zutaten zu der Mehlmischung geben. Nur so lange rühren, bis gerade so ein Teig entsteht.

Teig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen. In etwa 22 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Gugl 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Butter zerlassen, Zimtzucker auf einen Teller geben. Die Gugl mit der Butter einpinseln und im Zimtzucker wenden. Marmelade mit einem Teelöffel oder einem Spritzbeutel in die Mitte geben.

Montag, 4. November 2013

White Chocolate Macadamia Cookies

Hab ja letztens schon mal erzählt, dass ich Cookies mit weißer Schokolade und Macadamia-Nüssen total lecker finde. Das beste Rezept hab ich wieder mal bei Cynthia Barcomi gefunden!


Zutaten für ca. 24 große (!) Cookies:
300 g Mehl
125 g Stärke
1 TL Natron
1 TL Backpulver
1 TL Salz

250 g Butter, weich
220 g Mascobado-Zucker oder Rohrohrzucker
170 g Zucker
2 Eier
1 TL Vanille-Extrakt

400 g weiße Schokoladen, grob gehackt
125 g Macadamia-Nüsse, leicht gesalzen und geröstet, grob gehackt

Mehl, Stärke, Natron, Backpulver und Salz in eine Schüssel sieben.

Butter und Zucker cremig schlagen. Eier einzeln unterrühren. Mit dem Teigschaber die Mehlmischung unterrühren, bis der Teig gerade so zusammen kommt. Schokolade und Nüsse vorsichtig unterheben.

Ofen auf 175° vorheizen, Backblech mit Backpapier auslegen.

Teig mit einen Eisportionierer (damit gehts am besten!) in sechs Häufchen auf das Backpapier setzen. (restlichen Teig kalt stellen, bis er aufs Blech kann...)

Abhängig von der Größe der Cookies ca. 11-14 Minuten goldbraun backen. Auf keinen Fall zu lange backen! Der Rand sollte gerade so knusprig aussehen. In der Mitte müssen sie noch weich und teigig sein, auch wenn's Überwindung kostet sie so bald rauszuholen. Die backen noch nach, wenn man sie noch kurz auf dem Blech liegen lässt und dann auf ein Gitter verfrachtet, zum Auskühlen. So werden die Cookies schön "chewy"!

Nussecken

Eins meiner Lieblingsgebäcke und trotzdem musst ich 31 werden bis ich sie das erste mal selbst gebacken habe. Unfassbar!

Mein Freund bezeichnet sich selbst als Nussecken-Experte und hat das Rezept abgesegnet - das will was heißen ;)


Zutaten für ein Blech:
Teig:
230 g Mehl
70 g zarte Haferflocken
100 g gemahlene Mandeln
1/2 Pck. Backpulver
130 g Butter, weich
130 g Zucker
2 Eier

Belag:
200 g gemahlene Haselnüsse
200 g Butter
4 EL Wasser
170 Mascobado-Zucker bzw. brauner Zucker

150 g Lieblings-Marmelade (hier selbstgemachte Blaubeer-Marmelade)
200 g Vollmilch-Kuvertüre

Für den Teig Mehl, Mandeln und Haferflocken mit Backpulver mischen. Butter, Zucker, Vanillezucker und Eier hinzufügen, zu einem glatten Teig verkneten und für ca. eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Für den Belag die Haselnüsse in einer Pfanne kurz ohne Fett kurz anrösten. Die Butter mit Wasser in einem Topf schmelden, Zucker und Haselnüsse hinzufügen und einmal aufkochen lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf eine Größe von ca. 30x40cm ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Mit der Marmelade bestreichen und den Nussbelag darauf verteilen. Im vorgeheizten (160° Umluft) Backofen ca. 30 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Noch warm in Dreiecke schneiden und anschließend auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Die Kuvertüre schmelzen und die Ecken hineintauchen. Die Nussecken vollständig trocknen lassen. 


Recipe Round-Up: Weihnachtsbäckerei

Seid Ihr auch so bekloppt wie ich und plant jetzt schon welche Plätzchensorten Ihr dieses Jahr backen werdet? Ich tüftel schon wieder an meiner Plätzchen-Matrix, hehe.

Hier ein kleiner Überblick über die Plätzchen vom letzten Jahr:



Vanillekipferl | Snickerdoodles | Nusstütchen | Spritzgebäck | Kokosmakronen | Spitzbuben | Gingerbread Cookies | Zitronenplätzchen | Zimtsterne | Spekulatius-Ausstecher

Sonntag, 20. Oktober 2013

Weiße Schoki Macadamia Gugl

Einer meiner Lieblings-Cookies sind White Chocolate Macadamia Cookies. Wollte den tollen Geschmack auf Muffins bzw. Gugl übertragen und hab dazu meinen bewährten Basic Muffin-Teig hergenommen. Da kann eigentlich nix schief gehn ;)



Zutaten für 12 Gugl oder Muffins:
300 g Mehl
2 TL Backpulver
2 Eier
150 g Zucker
25 g Vanillezucker
150 g Butter oder Margarine
175 ml Milch
125 g Macadamia-Nüsse
100 g weiße Schokolade

Die Butter in der Mikrowelle zerlassen. Eier, Milch und Zucker verschlagen, die zerlassene Butter dabei dazu laufen lassen. Mehl und Backpulver mischen. Zu den feuchten Zutaten geben und mit einem Teigschaber nur so lange rühren, bis der Teig zusammen kommt. Nüsse und Schokolade hacken und sanft unterheben. Im Ofen bei 180° (vorgeheizt) ca. 20 Minuten backen.

Sonntag, 8. September 2013

Versunkener Apfelkuchen

Mein Freund hat sich dieses Wochenende nen "stinknormalen" Apfelkuchen gewünscht - aber so ganz konnt ich mich an mein altbewährtes Grundrezept doch nicht halten ;)

Statt normalen Zucker hab ich Mascobado-Zucker sowie selbstgemachten Vanillezucker und Zimtzucker verwendet. Kam dann doch gut an! hehe...


Zutaten für einer 24er Springform:
750 g säuerliche Äpfel (z.B. Boskop)
2 EL Zitronensaft
200 g weiche Butter
200 g Zucker (hier: 100 g Mascobado-Zucker, 50 g Vanillezucker, 50 g Zimtzucker)
4 Eier
1 Pck. Vanillezucker
200 g Mehl
1 TL Backpulver
2 EL Mandelstifte

Die Äpfel waschen, schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Apfelviertel fächerartig einschneiden, mit Zitronensaft mischen.

Backofen auf 160° vorheizen. Backform fetten. 

Butter und Zucker schaumig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und unterrühren. Den Teig in die Form füllen und kreisförmig mit den Apfelspalten belegen. Die Zwischenräume mit Mandeln bestreuen. 

Im Ofen bei 160° (Umluft, Mitte) ca. 45 Minuten backen.




Frikadellen | Bratkartoffeln

Frikadellen mit Bratkartoffeln und Erbsen-Möhren-Gemüse ist für mich DAS Gericht meiner Kindheit. Meine Oma Loni hat die weltbesten Frikadellen, Fleischpflanzerl, Bulletten, Fleischküchle oder wie auch immer man sie regional betitelt, gemacht. Auf ihrem Niveau bin ich noch nicht, aber ich werde fleißig weiter üben ;)
Hab mir auch endlich eine schmiedeeiserne Pfanne zugelegt. Hatte immer etwas Angst davor, wegen dem Einbrennen. War aber halb so wild, stinkt halt nur übelst! Naja, mittlerweile ist der Geruch wieder verschwunden, da ich grad nen Apfelkuchen gebacken hab - mehr dazu später, jetzt erst mal das Rezept für die Frikadellen und die Bratkartoffeln!


Zutaten für 2 Portionen:
400 g Hackfleisch (gemischt)
2 altbackene Brötchen
1/8 l Milch
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
2 Stengel Majoran
2 Stengel Petersilie
20 g Butter
1 Ei
2 TL Senf
Salz, Pfeffer, Muskat 

500 g Pellkartoffeln vom Vortag
2 Schalotten
Butterschmalz, Salz, Pfeffer, Muskat
wer mag gibt noch Speck dazu ...
oder Schnittlauch gehört für mich eigentlich immer dazu, hab ich aber vergessen einzukaufen :(

Die Brötchen in der Milch einweichen. Schalotten und Knoblauch fein würfeln und in der Butter glasig dünsten. Kräuter zum Schluss mit dazu geben. 

Brötchen ausdrücken. Mit Senf, Ei, Gewürzen, Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern gut verrühren. Mit dem Hackfleisch kräftig verkneten. Dann kleine, runde Frikadellen formen. 

Die Kartoffeln vom Vortag in Scheiben, die Schalotten in kleine Würfel schneiden.

Pfanne mit Öl erhitzen (Stufe 7 von 9). Frikadellen langsam braten, Hitze nach dem ersten Wenden noch etwas reduzieren.

Parallel das Butterschmalz erhitzen, dann die Kartoffeln mit Geduld knusprig braten. Nicht zu oft wenden und wer's kann schwenken und nicht mit dem Bratenwender drin rum stochern ;) Kurz vor Ende der Garzeit noch die Schalotten dazu geben und mit braten.



Sonntag, 1. September 2013

Zitronen-Lavendel-Hähnchen | Kartoffelgratin

Zum Geburtstag hab ich mein erstes französisches Kochbuch geschenkt bekommen. An die französische Küche hab ich mich bis dato noch nicht rangetraut. Das heute ist also Premiere. 

Paris in meiner Küche von Rachel Khoo gefällt mir ausgesprochen gut und ein Großteil der Rezepte reizt mich total nur vom Bilder anschauen. Die Zubereitung ist auch sehr anschaulich beschrieben. Konnte mich gar nicht entscheiden, was ich als erstes nach koche!

Das Kochbuch ist unterteilt in Alltagsküche, Snack-Zeit, Sommer-Picknicks, Aperitifs, Essen mit Freunden & Familie, Desserts und Grundrezepte. Die Grundrezepte find ich toll, viele Basis-Saucen werden sehr gut erklärt.

Heute gibts nun also Das Zitronen-Lavendel-Hähnchen, auf das ich total gespannt war, sowie den Beilagenklassiker Kartoffelgratin.



Zutaten für 2 große Portionen:
4 Hähnchenschenkel
Für die Marinade:
4 EL Lavendelhonig
2 EL Lavendelblüten, getrocknet
4 EL Olivenöl
2 Zweige Thymian
abgeriebene Schale und Saft von einer unbehandelten Zitrone

Fürs Kartoffelgratin:
500 g Kartoffeln
150 ml Sahne
150 ml Milch
1 TL Dijon-Senf
1 TL Salz
1 Knoblauchzehe
Muskatnuss
1 Stück Butter
Frühlingszwiebel oder Kräuter

Für die Marinade den Lavendel im Mörser zerstoßen. Dann mit Öl, Honig, Thymian, Zitronenschale und Saft in einer großen Schüssel gut vermischen.

Das Fleisch in eine große Kunststoffdose schichten und mit der Marinade übergießen. Das Fleisch 30 Minuten bis maximal 4 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Die Kartoffeln schälen und in 3mm dicke Scheiben schneiden. Mit Milch, Sahne, Muskat, Senf und Salz in einen Topf geben und 10 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 200° vorheizen. Die Knoblauchzehe halbieren und eine Auflaufform damit ausreiben. Die Form dann mit Butter ausstreichen. 

Die Kartoffel-Sahne-Mischung in die Form füllen und gleichmäßig darin verteilen. 

Das Fleisch salzen und pfeffern, dann samt der Marinade ebenfalls in eine Auflaufform geben. Beide in den Ofen geben und ca. 45 Minuten backen. Hähnchen nach der Hälfte der Zeit wenden. Zur Garprobe mit einem spitzen Messer in das Hähnchen pieksen. Wenn klarer Saft austritt ist es gar. Ist der Saft noch rosa, etwas weitergaren.

Zum Servieren das Hähnchen mit der Bratenflüssigkeit übergießen. Mit dem Gratin anrichten. Wenn gewollt, mit Frühlingszwiebeln oder Kräutern bestreuen.


Freitag, 30. August 2013

Nasi Goreng

Nasi Goreng war zu der Zeit als ich in Kuala Lumpur gelebt habe eins meiner Standardgerichte. In Malaysia gibt es eine grandiose Küche und so günstig, dass es sich wirklich nicht lohnt selbst zu kochen ;) 

Die drei größten Volksgruppen, die Malayen, Chinesen und Inder leben parallel und haben sich ihre jeweiligen Küchen bewahrt. Malayen sind eng mit Indonesiern verwannt, wo Nasi Goreng auch Nationalgericht ist.

Im Prinzip ist Nasi Goreng ein Reste-Essen und man nimmt eben das Gemüse und Fleisch welches gerade da ist. Natürlich kann man auch ein Bami Goreng, mit Nudeln, daraus machen!



Zutaten für 2 große Portionen
150 g Reis
300 g Schweinefilet (oder Huhn oder...)
1 Möhre
1 Paprika
1 Zucchino
1/2 Tasse TK-Erbsen
3 Lauchzwiebeln
1 TL Sambal Oelek
1 St. Ingwer (ca. 1cm x 1cm)
2 Knoblauchzehen
ca. 3 EL Sojasauce
Currypulver, Kurkuma, Salz, Pfeffer

Den Reis mit Salz und ca. 1/2 TL Kurkuma gar kochen.

Fleisch in dünne Scheibchen, Gemüse in Streifen und Ingwer und Knoblauch in feine Würfel schneiden. Den dunkelgrünen Teil der Lauchzwiebel zur Seite stellen.

Öl erhitzen und Fleisch ca. 2 Minuten rührbraten. Gemüse dazu geben und ca. 5 Minuten weiter braten. Chili, Knoblauch und Ingwer noch kurz mitbraten. Reis unterrühren und weiter braten. Alles mit Currypulver und Sojasauce würzen. Zum Schluss die restlichen Lauchzwiebeln unterrühren.